Sobafest an der Burg Matsumoto「そば祭り」

Kultur
So, Okt 21, 2018
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Sobafest an der Burg Matsumoto「そば祭り」

Mein erster Beitrag dreht sich um die japanischen Buchweizennudeln „Soba“ (蕎麦)und dann gleich ein Fest, bei dem sich Sobageschäfte aus ganz Japan versammeln (Okt 6-8).

Drei Tage lang konnte man sich durch die Nudeln verschiedener Präfekturen probieren, was ich auch getan habe: Fukui, Gifu, Hokkaido und natürlich Nagano. Am ersten Tag waren die wenigsten Leute da, am letzten Tag die meisten. Das gleiche galt auch für die Anzahl der Nudeln pro Portion.

 

Soba kann man auf verschiedene Art und Weise essen, klassisch mit fein geschnittenen Frühlingszwiebeln und Wasabi oder geraspeltem Rettich, mit geriebener Yamaimo(山芋、Yamswurzel) oder, was für Fortgeschrittene, mit rohem Ei.

Sobanudeln mit Yamswurzel

Das Ambiente ist unvergleichlich: Beim Nudelschlürfen kann man die Aussicht auf die Burg Matsumoto genießen.

 

 

Es gab auch regelmäßig Vorführungen über die Herstellung von Sobanudeln. 1kg Sobamehlteig wird mit japanischer Präzession immer größer und größer ausgerollte, dann wieder gefaltet und dann in gleich dicke bzw. dünne Nudeln geschnitten.

Der gesamte, meditativ anmutende, Prozess hat ca. 40 min gedauert und bei der anschließenden Portion Nudeln habe ich mir richtig Zeit gelassen, um die Arbeit zu würdigen.

Shinshu Jadenudeln (hisui soba): Heißen so, weil sie leicht grün sind.

 

Am letzten Tag fand im Burginnenhof eine Teeveranstaltung statt, bei der fünf große Teezeremonieschulen Matchatee und japanische Süßigkeiten (wagashi) zur Verkostung angeboten haben.